Zwei Objekte einer gemeinnützigen Stiftung. Erhebliches Potenzial. Keine Aufzonung.
Nicht weil das Grundstück falsch liegt. Nicht weil die Nachbarschaft zu dicht wäre. Nicht weil die Erschliessung fehlt.
Sondern weil die BZO-Revision 2026 es schlicht nicht vorsieht.
Das SUISPLU-Tool der ETH Zürich, datenbasiert, evidenzbasiert, entwickelt auf Basis jahrelanger Forschung zur haushälterischen Bodennutzung, zeigt für diese zwei Liegenschaften einer gemeinnützigen Stiftung klar: hier wäre eine 10-Minuten-Nachbarschaft möglich. Kurze Wege. Fussgänger. Lokale Versorgung. Weniger Auto. Mehr Leben. Die kritische Einwohnerdichte, ab der das alles funktioniert, wäre erreichbar, wenn man es zulässt.
Man lässt es nicht zu.
Und jetzt kommt der Teil, der mich wirklich beschäftigt: Wenn die Bauwirtschaft mehr bauen will, denken viele an Rendite, Spekulation und Verdrängung. Und ja, das Motiv gibt es auch.
Aber hier?
Hier steht eine gemeinnützige Stiftung. Die nicht kurzfristig Gewinn optimiert. Die langfristig denkt. Die bereit ist, neue Wohnungen preisgünstig anzubieten.
Die BZO sagt: nein.
Das Ergebnis laut Analyse: +0 neue Wohnungen unter der geplanten Revision. Mit dem richtigen Zonenplan: +52 neue Wohnungen.
Das ist keine Ideologie. Das ist Mathematik.
Wenn wir mehr bauen an den richtigen Orten, in der richtigen Dichte, mit den richtigen Auflagen, dann profitieren nicht nur Investoren. Dann profitieren Familien auf der Warteliste für Genossenschaftswohnungen. Dann profitieren Leute, die jeden Monat schauen müssen, ob die Miete noch geht. Dann profitiert die Stadt, die 0,1% Leerwohnungsziffer hat und trotzdem Zonen einschränkt.
Mehr bauen und preisgünstig bauen ist kein Widerspruch. Es ist eine Bedingung.
Das Mitwirkungsverfahren läuft noch bis 1. Juni 2026.
Wer eine fundierte Eingabe vorbereiten möchte: für einzelne Grundstücke oder als Verband: Kommentar «Mitwirkung» oder DM.
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