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Stadtplanung beginnt mit dem Gehen.

Im Rahmen meines ETH-Kurses „4D-Geodesign Urban Transformation" gehört das Begehen von Orten als Grundlage zum festen Bestandteil. Letzte Woche führte uns der Weg vom Bahnhof Altstetten über den Lindenplatz, mit dem Tram zum Letzigrund und weiter zu Fuss zum Schlachthof.


Zwei Gebiete, deren Zentren nur rund 1.5 Kilometer Luftlinie auseinander und doch grundverschieden.


Lindenplatzgebiet: 

Kleinteilig, durchmischt, voller Alltagsleben. Eine echte 10-Minuten-Nachbarschaft mit über 10'000 Einwohnenden im 500-Meter-Radius und deutlich mehr Bewohnenden als Beschäftigten.


Schlachthofgebiet: 

Grosse Gebäude, das sieht man schon im Plan, aber erst beim Gehen merkt man, wie leer und monoton es sich anfühlt. Wenige Menschen, wenig los auf den Strassen. Deutlich weniger Einwohnende, und das Verhältnis von Wohnen zu Arbeiten kaum ausgeglichen.


Solche Unterschiede muss man erleben.


Die Stadt plant, das Gewerbegebiet mit mehr Alltagsangeboten, mehr Menschen, mehr Lebendigkeit zu beleben. Was das konkret braucht, zeigt sich erst beim Gehen.


Lebendigkeit entsteht nicht durch ein Areal allein, sondern durch die Mischung von Wohnen, Arbeiten und Alltagsangeboten im gesamten Einzugsgebiet. Eine Erkenntnis, die sich beim Gehen viel tiefer einprägt als im Hörsaal.



 
 
 

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