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Gestern wurde ich im Tages-Anzeiger zum Thema «Wie kann Zürich verdichten, ohne zu verdrängen» erwähnt.
Meine Position: Es braucht beides, mehr Ausnutzung und Anteile preisgünstiger Wohnungen. Aber entscheidend ist, dass das Ganze sich für Investoren rechnen muss. Sonst bleibt es Theorie. Hat die Stadt Zürich diese Rechnung gemacht? Ja, aber sie überzeugt mich bislang nicht. Ich arbeite gerade an einer zweiten Einschätzung. Demnächst mehr dazu. Hier der Artikel von Beat Metzler im Tages-Anzeiger “ Mehr Abbrüche, mehr Verdrängung? Experten äussern Bedenken gegen die neue Bauo
Sibylle Waelty
vor 7 Tagen


Weisse Zonen: Hochinnovativ oder reine Satire? 🤔
Der Kanton Zug will die Wohnungsnot mit weniger Regeln bekämpfen. Die «weisse Zone» ist als Extrem genau das, was wir als Gesprächsöffner brauchen. Das Ziel ist, schneller Wohnraum zu schaffen. Die Realität sieht anders aus. 5 bis 8 Jahre bis das Instrument gesetzlich verankert ist. Weitere Jahre bis zur Zonenplanrevision und Umsetzung. Und meine Wette: Erfolgreiche Einsprachen gegen die «weisse Zone» noch bevor der erste Spatenstich erfolgt. Schneller bauen. 🙃 Ein Instrumen

Miriam Lüdi
7. Apr.


Am 11. Mai 2026 ist der Schweizer Overshoot Day 👇 und der Zufall will es, die Finals in meinem ETH-Kurs.
Das heisst, ab diesem Tag lebt die Schweiz auf Pump. Wir verbrauchen mehr Ressourcen, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann. 2024 war dieser Tag noch am 27. Mai. In knapp zwei Jahren haben wir über zwei Wochen verloren. Der Trend kennt keine Pause. Oder doch. Diese Woche war Benjamin Poignon von baubüro in situ ag bei uns am Hönggerberg. Er hat gezeigt, wie man mit dem arbeitet, was bereits da ist. K118 in Winterthur. Die SBB-Werkstätten am Schlachthof Zürich. Gebä
Sibylle Waelty
2. Apr.


Gemeindegrenzen? Kaum sichtbar. Herausforderungen? Umso mehr.
Ein Nachmittag, drei Gemeinden, eine Busfahrt und jede Menge Input. Zum ersten Mal in Köniz und Ostermundigen. Der 10er-Bus verbindet beide über Bahnhof Bern und Bundesplatz: Dorf, Agglo, Stadt, Land – alles in einer Fahrt. Wo eine Gemeinde endet und die nächste beginnt? Kaum zu sagen. Zwischen Bern und Ostermudigen soll dieser Bus dereinst zur Tram werden. Köniz: Beim Verlassen des Gemeindehauses: die Tempo-30-Mischzone direkt vor der Tür 👇 und im Rücken der 30-jährige Anb
Sibylle Waelty
1. Apr.


Wissen Sie bereits, was nach der revidierten BZO der Stadt Zürich, nach den neuen Lärmschutzvorschriften und nach allen weiteren überlagerten Vorschriften auf ihrer Parzelle gilt?
In Zürich kann sich der Wert einer Liegenschaft gerade stark verändern. Nicht wegen des Marktes, sondern wegen der Raumplanung. Die BZO-Revision liegt öffentlich auf. Gleichzeitig gelten seit dem 1. April neue Lärmschutzvorschriften. Für viele Grundstücke müssen Entwicklungsmöglichkeiten neu beurteilt werden. Was dabei oft vergessen geht: Es gilt nicht nur, was im neuen Zonenplan oder im Baureglement steht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Ebenen: – bestehende Sondern

Miriam Lüdi
1. Apr.


Grossartige Neuigkeiten aus Bundesbern! 🎉
Die Innenentwicklung ist gescheitert. Wir haben es seit 2014 versucht. In dieser Zeit haben wir Innenentwicklung systematisch erschwert und oft verhindert. Die Lösung? Wieder einzonen. Die Schweiz hat schliesslich mehr als genug Landschaft. Zersiedelung hat ja schon einmal hervorragend funktioniert. Ein Instrument wird nun als gescheitert erklärt, obwohl in der Raumplanung nie ernsthaft die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Ein kurzer Blick genügt: - Raumkonzept Schwei

Miriam Lüdi
27. März


Über 500 Seiten. Nur im Erläuterungsbericht. Wer alles studieren will, lädt zuerst rund 80 PDFs herunter. Einzeln.
Das ist kein Erläuterungsbericht, das ist ein Beziehungsroman zwischen Paragrafen und Parzellen. Ein ganzes Paket Druckerpapier, zum Glück nur einseitig bedruckt. Und das ist erst der Anfang. Die Medien zeigen hübsche zur Verfügung gestellte Karten. Ich suche sie in den offiziellen Unterlagen bisher vergeblich. Die BZO-Revision liegt seit einer Woche zur Mitwirkung auf. Theoretisch darf Zürich jetzt mitreden. Praktisch braucht man dafür mehr Energie als für eine Steuererkläru
Sibylle Waelty
26. März


Was bedeutet echte Partizipation und warum bleibt sie in der Nutzungsplanung oft aus?
Gestern durfte ich im Online-Austausch zu „40 Jahre Ottawa-Charta in der Schweiz“ über den Setting-Ansatz in Gemeinden sprechen. Eine Erkenntnis beschäftigt mich noch immer: Bei der Revision von Bau- und Zonenordnungen wird meist nur die Vorstufen der Partizipation erricht – Information, Anhörung, Einbeziehung. Carlo Fabian hat das treffend anhand des Stufenmodells von M. Wright et. al. 👇 erläutert. In Flawil haben wir letzten Herbst gezeigt, dass es auch anders geht. Drei
Sibylle Waelty
25. März


80 Minuten. 17 Gruppen. Und ein Aha-Moment nach dem anderen.
In unserem Midterm-Pitch präsentierten Studierende in je 3 Minuten ihre StoryMaps zum 500-Meter-Radius rund um den Schlachthof Zürich, von der ÖV-Anbindung zur BZO über ungenutzte Potenziale und Sondernutzungen bis hin zu Bevölkerungszahlen, Arbeitsplatzdaten und Schattenanalysen in ArcGIS Urban. Beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich die Studierenden GIS-Analysen mit ArcGIS Online und 3D-Modellierungen in ArcGIS Urban verknüpfen. Wo früher ein Zonenplan endete, beginnt
Sibylle Waelty
24. März


Warum entstehen in den Städten zu wenig Wohnungen? Nicht weil zu wenig geplant wird, sondern weil niemand präzise definiert, was eigentlich geplant werden soll.
Ich habe das neue Raumkonzept Schweiz und den Leitfaden zur Siedlungsentwicklung nach innen vom ARE gelesen. Beide wollen das Richtige: lebendige Ortszentren, bezahlbarer Wohnraum, weniger Zersiedelung und weniger Stau. Das Raumkonzept definiert präzise, was ein «Regionalzentrum», eine «Agglomeration» und ein «multifunktionaler intermediärer Raum» ist. Der Leitfaden wiederum erklärt ausführlich, was «hochwertig» bedeutet. Man weiss nun also, wo man sich im Raum befindet und w

Miriam Lüdi
24. März


Nach Monaten der Suche irgendwann einfach aufgeben und in den Aargau ziehen. Das ist für viele keine Theorie mehr.
SRF berichtet heute darüber (Bild 👇). Eine Vierzimmerwohnung kostet in Zürich im Mittel 4000 Franken. Viele können sich das schlicht nicht leisten und suchen dann in Baden, wo es noch Wohnungen für 2300 Franken gibt. Der Nachfragedruck ist dort laut Experte mittlerweile fast höher als in Zürich selbst weil viele es in Zürich gar nicht mehr erst probieren. Gestern habe ich die Zahlen vom Statistischen Amt Kanton Zürich geteilt. Heute die Menschen dahinter. In Schlieren und Wi
Sibylle Waelty
20. März


Kanton Zürich 2025. Echte Innenentwicklung scheitert. Noch.
Das Statistisches Amt Kanton Zürich hat diese Woche die Zahlen zur Wohnbautätigkeit 2025 publiziert (Link zur Medientmitteilung im Kommentar 👇). In Schlieren und Winterthur wurden 2025 mehr Wohnungen abgerissen als neu erstellt. Kaum freie Wohnungen, der Markt ist angespannt. Aber das zu tief gebaute Volumen ist nicht das Problem, es ist das Symptom. Die eigentliche Ursache Zentral gelegen gibt es im Kanton Zürich sehr viele Arbeitsplätze. Wohnraum an denselben Lagen? Ka
Sibylle Waelty
19. März


Über 500 Seiten Erläuterungsbericht für einen Nutzungsplan in der Stadt Zürich. Jetzt soll die Bevölkerung mitwirken.
Die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Zürich ist seit gestern öffentlich. Mitwirkung in der Raumplanung hat einen klaren Sinn. Sie soll Dialog schaffen. Sie soll die Bevölkerung befragen, bevor Entscheidungen fallen. Sie soll Akzeptanz für das ermöglichen, was am Ende steht, und sie soll die Planungsbehörden mit besseren Grundlagen versorgen. Dies, weil Menschen, die vor Ort leben, wissen, was fehlt. So sieht es das Raumplanungsrecht vor. So ist es gedacht. Doc

Miriam Lüdi
19. März


Stadtplanung hautnah: Politik, Verwaltung und Bevölkerung im selben Raum.
Letzte Woche besuchte ich mit meinem Studierenden im Rahmen des ETH-Kurses „4D-Geodesign Urban Transformation" die öffentliche Infoveranstaltung zum Schlachthofarel. Rund 200 Personen waren anwesend. Etwa die Hälfte Anwohnende aus der direkten Nachbarschaft sowie aus Altstetten und der Hardau, dazu Interessensvertreter aus Gewerbe und Kultur, städtische Mitarbeitende, Direktorinnen Katrin Gügler vom Amt für Städtebau, Astrid Heymann Liegenschaften Stadt Zürich sowie die S
Sibylle Waelty
19. März
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