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Stadtplanung beginnt mit dem Gehen.
Im Rahmen meines ETH-Kurses „4D-Geodesign Urban Transformation" gehört das Begehen von Orten als Grundlage zum festen Bestandteil. Letzte Woche führte uns der Weg vom Bahnhof Altstetten über den Lindenplatz, mit dem Tram zum Letzigrund und weiter zu Fuss zum Schlachthof. Zwei Gebiete, deren Zentren nur rund 1.5 Kilometer Luftlinie auseinander und doch grundverschieden. Lindenplatzgebiet: Kleinteilig, durchmischt, voller Alltagsleben. Eine echte 10-Minuten-Nachbarschaft mit ü
Sibylle Waelty
vor 5 Tagen


Der Nationalrat hat am Dienstag 150 Millionen für den gemeinnützigen Wohnungsbau gesprochen. Das kann ein wichtiger Schritt sein. Trotzdem wird damit das Kernproblem nicht gelöst.
Prof. Dr. Christian Hilber benennt gegenüber SRF den zentralen Grund: Die Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) aus dem Jahr 2014 habe das Angebot «deutlich preisunelastischer» gemacht. Die Siedlungsentwicklung nach innen sei erstrebenswert, aber schwieriger und kostspieliger als Bauen an der Peripherie. Sein Fazit: «Wir schaffen derzeit nicht mehr genügend neuen Wohnraum.» In der Praxis des Bau- und Planungsrechts zeigen sich dabei immer wieder zwei struktur

Miriam Lüdi
vor 6 Tagen


Stellen Sie sich vor:
Sie haben Jahre in ein Bauprojekt investiert. Die Baubewilligung beantragt und dann blockiert ein Rekurs das Projekt. Irgendwann kommt die bittere Erkenntnis, dass das Problem gar nicht im Projekt liegt, sondern in einem Nutzungsplan, der vor zwanzig Jahren verabschiedet wurde und damals zentrale Interessenkonflikte nie wirklich geklärt hat. Diest ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem. In meiner Dissertation zeigt sich, dass Zielkonflikte zwischen Lärmschutz

Miriam Lüdi
5. März


Ladensterben und zunehmender Autoverkehr wurzeln in zu wenig Einwohnerdichte an den richtigen Orten.
Viele Schweizer Gemeinden sagen Ja zur Innenentwicklung und bauen trotzdem wie bisher. Das Problem? Nicht fehlender Wille, sondern falsche Dichten an den richtigen wie an den falschen Orten. In unserem neuen Beitrag in werk, bauen + wohnen argumentieren Miriam Lüdi und ich für eine andere Planungslogik: Verdichtung entfaltet Wirkung nur, wenn sie räumlich Sinn macht. ✅ Das von mir entwickelte Modell der 10-Minuten-Nachbarschaften zeigt, was nötig ist: mindestens 10'000 Einwoh
Sibylle Waelty
5. März


Mitwirkung in der Raumplanung: echte Chance oder teures Wunschkonzert? 🎻
Art. 4 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) verpflichtet die Behörden, die Bevölkerung über Ziele und Ablauf von Planungen zu informieren und eine geeignete Mitwirkung zu ermöglichen. Zweck dieser Bestimmung sind Transparenz, Akzeptanz und qualitativ bessere raumplanerische Entscheide. In der Praxis – etwa bei den Hochhausrichtlinien oder bei der Nutzungsplanungsrevision in der Stadt Zürich – zeigt sich jedoch, dass Mitwirkung häufig erst dann stattfindet, wenn die w

Miriam Lüdi
27. Feb.


Kommt die Wanderausstellung 10-Minuten-Nachbarschaften bald zu Ihnen?
Sie hält gerade noch Winterschlaf, aber schon bald ist sie bereit für neue Abenteuer. Die Ausstellung bringt Fragen direkt ins Quartier: Spaziergänge, Podien und Workshops. Besonders spannend wird es, wenn bei Ihnen gerade etwas in Bewegung ist, eine Richt- oder Nutzungsplanungsrevision, eine Arealentwicklung oder einfach die Frage: Haben wir eigentlich eine 10-Minuten-Nachbarschaft? Und was braucht es, damit wir eine bekommen? Ob Gemeinde, Grundstückseigentümerschaft, Shopp
Sibylle Waelty
26. Feb.


Zürich hat eine grosse Chance und die BZO 2028 ist der Schlüssel.
Im kommunalen Richtplan ist die «Stadt der kurzen Wege» behördenverbindlich festgeschrieben. Die 10-Minuten-Nachbarschaft wäre die konkrete Umsetzung davon. Nachbarschaften, in denen genügend Menschen wohnen und arbeiten, damit lokale Läden, Gastronomie und Versorgung den ganzen Tag tragen, wie dies beim Ida- oder Lindenplatz bereits der Fall ist. Doch der Richtplan allein genügt nicht. Dabei gibt es in der Stadt Zürich viele geeignete Standorte für mehr Wohnraum. Was noch
Sibylle Waelty
25. Feb.


Semesterstart an der ETH Zürich. In meinem Kurs modellieren Studierende Transformationen im 500-m-Radius rund um den Schlachthof Zürich
Am kommenden Montag starte ich erneut meine Lehrveranstaltung 4D-Geodesigning Urban Transformation ( https://www.vvz.ethz.ch/Vorlesungsverzeichnis/lerneinheit.view?semkez=2026S&ansicht=ALLE&lerneinheitId=200321&lang=de ). In diesem Semester sind bisher 34 Studierende eingeschrieben, ein neuer Rekord. Im Kurs entwickeln die Studierenden stadtplanerische Zukunftsszenarien für den Schlachthof-Radius und setzen sich mit Fragen der urbanen Transformation zu 10-Minuten-Nachbarschaf
Sibylle Waelty
12. Feb.


GreenCity Manegg eine Stadt-Insel zwischen Lärm und Ruhe
Kürzlich habe ich endlich ein längst überfälliges To-Do erledigt. Ich habe der GreenCity Manegg einen Besuch abgestattet. Den 500-Meter-Radius rund um die S-Bahnhaltestelle Manegg nutze ich in meinen Präsentationen immer wieder als Beispiel. Schon beim Aussteigen aus der S-Bahn wurden wir überrascht und wohl auch ein wenig entlarvt. Eine Frau kam auf uns zu und fragte, ob sie uns helfen könne. Offenbar sah man uns die leichte Orientierungslosigkeit an. Dabei suchten wir eigen
Sibylle Waelty
11. Feb.


Städte, Immobilienbranche, Politik, Bevölkerung: Welche Farbe hat die Karte?
Beim Group of Fifteen Symposium am 2. Februar 2026 im Kunsthaus Zürich wurde wieder klar: Unsere Herausforderungen heissen (immer noch): Wohnraummangel, Klimaziele, Verkehrswende. Ein Steilpass für den von Fussball geprägten Moderator Rainer Salzgeber. Seine Einstiegsfrage an die Referierenden hiess denn unverblümt, welche Karten wir verteilen würden, und zwar an Stadtplanung, Immobilienbranche, Politik und auch an die Bevölkerung. Rot oder gelb? Blau oder weiss? Ich erkenne
Sibylle Waelty
6. Feb.


🚀 10 Jahre Forschung, Lehre und Wissenskommunikation. 1 Spin-off. Heute live auf der ETH-Homepage! 🌟
Stell dir vor: Vieles, was du im Alltag brauchst, ist in 10 Minuten zu Fuss erreichbar. Bäckerei, Arzt, Spielplatz, Café. Das sind 10-Minuten-Nachbarschaften. Und genau das wollen Käufer und Mieter heute. Was als Schweizerischer Nationalfonds SNF Forschungsprojekt an der ETH Zürich begann, ist heute das ETH Spin-off Resilientsy . Wir unterstützen Gemeinden und die Immobilienbranche dabei, Quartiere zu schaffen, die Menschen wirklich wollen, wie in der Gemeinde Flawil (
Sibylle Waelty
27. Jan.


🌧️🌳 Heisse Städte, Starkregen, steigende Mieten und ein Denkfehler, über den kaum jemand spricht.
Gestern im Swissbau Lab im Themenbereich Zukunft Schwammstadt wurde eines klar: Unsere Städte spüren den Klimawandel längst. Hitze, Starkregen, überforderte Infrastrukturen. Wir müssen handeln. Als ETH-Dozentin und CEO meines ETH-Spin-offs durfte ich das Thema aus klima- und planungspolitischer Perspektive einordnen. Vorgestellt wurden praxisnahe Ansätze wie: 🔹Arbeiten an Planungsgrundlagen und Umsetzungspiloten (von Susanne Fischer Kanton Basel-Stadt). 🔹 Dachisolation, die
Sibylle Waelty
23. Jan.


„Für die Stadt Aarau bildet dieses Verhältnis beim Nutzungsmix keine Planungsgrundlage"
Das antwortete Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gestern in der CH Media auf die Frage, wie die Stadt Aarau die Siedlungsqualität verbessern will. Die Zeitung zitierte in diesem Zusammenhang meine Forschung: Auf einen Arbeitsplatz sollten idealerweise zwei Einwohnende kommen (Link: https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/baden-und-aarau-mit-diesen-massnahmen-zu-mehr-siedlungsqualitaet-ld.4094252 ). Auch Stadt Baden argumentiert ähnlich: Man wolle sich al
Sibylle Waelty
23. Dez. 2025


„Wohnungsmangel in Baden: Kann künftig dichter gebaut werden?“
Die CH Media (Link zum Artikel in der Aargauer Zeitung: https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/baden/wohnungsmangel-in-baden-kuenftig-dichter-bauen-ld.4092920 ) berichtet: Nach Interpellationen von GLP-Grossrat Gian von Planta prüft der Regierungsrat nun die Mindestdichten im kantonalen Richtplan. Fun Fact 1 ⚠️: Der Richtplan des Kanton Aargau liegt aktuell noch bis 22. Dezember in der Anhörung – nota bene mit den alten Dichtewerten. Bemerkenswert ist der kantonale Blick
Sibylle Waelty
23. Dez. 2025
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