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Stadtplanung hautnah: Politik, Verwaltung und Bevölkerung im selben Raum.

Letzte Woche besuchte ich mit meinem Studierenden im Rahmen des ETH-Kurses „4D-Geodesign Urban Transformation" die öffentliche Infoveranstaltung zum Schlachthofarel.


Rund 200 Personen waren anwesend. Etwa die Hälfte Anwohnende aus der direkten Nachbarschaft sowie aus Altstetten und der Hardau, dazu Interessensvertreter aus Gewerbe und Kultur, städtische Mitarbeitende, Direktorinnen Katrin Gügler vom Amt für Städtebau, Astrid Heymann Liegenschaften Stadt Zürich sowie die Stadträtin Simone Brander, die Stadträte Daniel Leupi und André Odermatt. Mittendrin: die Studierenden mit der Möglichkeit, direkt mit all diesen Menschen ins Gespräch zu kommen.


Dabei wurde deutlich, wie vielschichtig Stadtplanung ist.


Was behördlich bereits feststeht: 

🔹 Kantonaler Richtplan: Arbeitsplatzgebiet 

🔹 Kommunaler Richtplan: Schule und Park sind gesetzt


Was die Bevölkerung bewegt: 

🔹 Wünscht sich Grünraum, Vielfalt, Alltagslebendigkeit

🔹 Skepsis gegenüber einer grossen Schule und weiteren Gewerbebauten


Was es für mehr Alltagslebendigkeit auf dem Schlachhofareal braucht: 

🔹 Mehr Menschen, die auf dem Areal oder in Gehdistanz dazu wohnen. Nur so können Alltagsangebote wie Läden, Beizen oder Quartiertreffpunkte langfristig funktionieren.


Zwischen Planungsvorgaben und Bürgerwünschen entsteht Stadt. Nicht im stillen Kämmerlein, sondern in genau solchen Momenten des direkten Austauschs. Stadtplanung ist kein rein technischer Prozess. Sie ist ein gesellschaftliches Aushandeln und das braucht Räume wie diesen.

 
 
 

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