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Was bedeutet echte Partizipation und warum bleibt sie in der Nutzungsplanung oft aus?

Gestern durfte ich im Online-Austausch zu „40 Jahre Ottawa-Charta in der Schweiz“ über den Setting-Ansatz in Gemeinden sprechen. Eine Erkenntnis beschäftigt mich noch immer: Bei der Revision von Bau- und Zonenordnungen wird meist nur die Vorstufen der Partizipation erricht – Information, Anhörung, Einbeziehung. Carlo Fabian hat das treffend anhand des Stufenmodells von M. Wright et. al. 👇 erläutert.


In Flawil haben wir letzten Herbst gezeigt, dass es auch anders geht. Drei Szenarien wurden entwickelt und der Bevölkerung vorgelegt, von der ursprünglich geplanten Variante bis hin zu einem lebendigen Ortszentrum als 10-Minuten-Nachbarschaft. Das ursprüngliche Szenario 1 fand kaum Rückhalt. Szenario 2 und 3 erhielten über 90 % Zustimmung. Das ist ein konkretes Beispiel, wie Partizipation Entscheidungen sichtbar beeinflussen kann. Ohne diesen Prozess wäre man einfach beim ursprünglichen Szenario geblieben.


Persönlich bereichernd war auch die Vorbereitung. Ich bin in eine Community eingetaucht, die mir sonst weniger vertraut ist. Der Austausch mit Tannys Helfer (BFH) zu Inklusion im Hochhaus, mit Christelle Dayer (Promotion Santé Valais) und Emmanuelle Garcia (Unisanté) zu Gesunden Gemeinden in der Westschweiz hat mir gezeigt, wie viele Wege es gibt, Gesundheitsförderung im Alltag der Menschen zu verankern.


Danke an Julia Richter und Martina Zürcher von Public Health Schweiz für die Organisation dieses inspirierenden Austauschs.


Link zur Aufzeichnung “Gesundheit vor Ort gestalten: Der Settingansatz in der Gemeinde”, im Rahmen der Ringvorlesung von Public Health Schweizhttps://www.youtube.com/watch?v=QkQGPPZyxmw

 
 
 

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