„Für die Stadt Aarau bildet dieses Verhältnis beim Nutzungsmix keine Planungsgrundlage"
- Sibylle Waelty
- 23. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Das antwortete Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gestern in der CH Media auf die Frage, wie die Stadt Aarau die Siedlungsqualität verbessern will.
Die Zeitung zitierte in diesem Zusammenhang meine Forschung: Auf einen Arbeitsplatz sollten idealerweise zwei Einwohnende kommen (Link: https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/baden-und-aarau-mit-diesen-massnahmen-zu-mehr-siedlungsqualitaet-ld.4094252).
Auch Stadt Baden argumentiert ähnlich: Man wolle sich als Arbeitsstandort weiterentwickeln.
Das Problem:
Wer nur Arbeitsplätze stapelt statt Wohnraum schafft, produziert lange Alltagswege, mehr Verkehr und Zersiedelung. In Aarau und Baden – wie in fast allen Schweizer Städten – fehlt heute massiv Wohnraum im Verhältnis zu den Arbeitsplätzen. Vor 60 Jahren war das Verhältnis noch ausgewogen.
Die gleiche Haltung auch in der Stadt Zürich:
Kürzlich sass ich beim NZZ-Live Podium zwischen den beiden Stadtpräsidiumskandidaten Përparim Avdili und Raphael Golta. Auch dort das gleiche Muster: Die Verantwortung für Wohnraum wird auf Agglomerationsgemeinden abgeschoben, obwohl die Hebel in der eigenen Nutzungsplanung liegen.
Das Ergebnis:
Wohnungsmangel und unnötiger Verkehr sind kein Naturgesetz. Sie sind das Resultat politischer Entscheidungen in der Raumplanung.




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