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80 Minuten. 17 Gruppen. Und ein Aha-Moment nach dem anderen.
In unserem Midterm-Pitch präsentierten Studierende in je 3 Minuten ihre StoryMaps zum 500-Meter-Radius rund um den Schlachthof Zürich, von der ÖV-Anbindung zur BZO über ungenutzte Potenziale und Sondernutzungen bis hin zu Bevölkerungszahlen, Arbeitsplatzdaten und Schattenanalysen in ArcGIS Urban. Beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich die Studierenden GIS-Analysen mit ArcGIS Online und 3D-Modellierungen in ArcGIS Urban verknüpfen. Wo früher ein Zonenplan endete, beginnt
Sibylle Waelty
24. März


Warum entstehen in den Städten zu wenig Wohnungen? Nicht weil zu wenig geplant wird, sondern weil niemand präzise definiert, was eigentlich geplant werden soll.
Ich habe das neue Raumkonzept Schweiz und den Leitfaden zur Siedlungsentwicklung nach innen vom ARE gelesen. Beide wollen das Richtige: lebendige Ortszentren, bezahlbarer Wohnraum, weniger Zersiedelung und weniger Stau. Das Raumkonzept definiert präzise, was ein «Regionalzentrum», eine «Agglomeration» und ein «multifunktionaler intermediärer Raum» ist. Der Leitfaden wiederum erklärt ausführlich, was «hochwertig» bedeutet. Man weiss nun also, wo man sich im Raum befindet und w
Miriam Lüdi
24. März


Nach Monaten der Suche irgendwann einfach aufgeben und in den Aargau ziehen. Das ist für viele keine Theorie mehr.
SRF berichtet heute darüber (Bild 👇). Eine Vierzimmerwohnung kostet in Zürich im Mittel 4000 Franken. Viele können sich das schlicht nicht leisten und suchen dann in Baden, wo es noch Wohnungen für 2300 Franken gibt. Der Nachfragedruck ist dort laut Experte mittlerweile fast höher als in Zürich selbst weil viele es in Zürich gar nicht mehr erst probieren. Gestern habe ich die Zahlen vom Statistischen Amt Kanton Zürich geteilt. Heute die Menschen dahinter. In Schlieren und Wi
Sibylle Waelty
20. März


Kanton Zürich 2025. Echte Innenentwicklung scheitert. Noch.
Das Statistisches Amt Kanton Zürich hat diese Woche die Zahlen zur Wohnbautätigkeit 2025 publiziert (Link zur Medientmitteilung im Kommentar 👇). In Schlieren und Winterthur wurden 2025 mehr Wohnungen abgerissen als neu erstellt. Kaum freie Wohnungen, der Markt ist angespannt. Aber das zu tief gebaute Volumen ist nicht das Problem, es ist das Symptom. Die eigentliche Ursache Zentral gelegen gibt es im Kanton Zürich sehr viele Arbeitsplätze. Wohnraum an denselben Lagen? Ka
Sibylle Waelty
19. März


Über 500 Seiten Erläuterungsbericht für einen Nutzungsplan in der Stadt Zürich. Jetzt soll die Bevölkerung mitwirken.
Die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Zürich ist seit gestern öffentlich. Mitwirkung in der Raumplanung hat einen klaren Sinn. Sie soll Dialog schaffen. Sie soll die Bevölkerung befragen, bevor Entscheidungen fallen. Sie soll Akzeptanz für das ermöglichen, was am Ende steht, und sie soll die Planungsbehörden mit besseren Grundlagen versorgen. Dies, weil Menschen, die vor Ort leben, wissen, was fehlt. So sieht es das Raumplanungsrecht vor. So ist es gedacht. Doc
Miriam Lüdi
19. März


Stadtplanung hautnah: Politik, Verwaltung und Bevölkerung im selben Raum.
Letzte Woche besuchte ich mit meinem Studierenden im Rahmen des ETH-Kurses „4D-Geodesign Urban Transformation" die öffentliche Infoveranstaltung zum Schlachthofarel. Rund 200 Personen waren anwesend. Etwa die Hälfte Anwohnende aus der direkten Nachbarschaft sowie aus Altstetten und der Hardau, dazu Interessensvertreter aus Gewerbe und Kultur, städtische Mitarbeitende, Direktorinnen Katrin Gügler vom Amt für Städtebau, Astrid Heymann Liegenschaften Stadt Zürich sowie die S
Sibylle Waelty
19. März


Stadtplanung beginnt mit dem Gehen.
Im Rahmen meines ETH-Kurses „4D-Geodesign Urban Transformation" gehört das Begehen von Orten als Grundlage zum festen Bestandteil. Letzte Woche führte uns der Weg vom Bahnhof Altstetten über den Lindenplatz, mit dem Tram zum Letzigrund und weiter zu Fuss zum Schlachthof. Zwei Gebiete, deren Zentren nur rund 1.5 Kilometer Luftlinie auseinander und doch grundverschieden. Lindenplatzgebiet: Kleinteilig, durchmischt, voller Alltagsleben. Eine echte 10-Minuten-Nachbarschaft mit ü
Sibylle Waelty
13. März


Der Nationalrat hat am Dienstag 150 Millionen für den gemeinnützigen Wohnungsbau gesprochen. Das kann ein wichtiger Schritt sein. Trotzdem wird damit das Kernproblem nicht gelöst.
Prof. Dr. Christian Hilber benennt gegenüber SRF den zentralen Grund: Die Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) aus dem Jahr 2014 habe das Angebot «deutlich preisunelastischer» gemacht. Die Siedlungsentwicklung nach innen sei erstrebenswert, aber schwieriger und kostspieliger als Bauen an der Peripherie. Sein Fazit: «Wir schaffen derzeit nicht mehr genügend neuen Wohnraum.» In der Praxis des Bau- und Planungsrechts zeigen sich dabei immer wieder zwei struktur
Miriam Lüdi
12. März


Stellen Sie sich vor:
Sie haben Jahre in ein Bauprojekt investiert. Die Baubewilligung beantragt und dann blockiert ein Rekurs das Projekt. Irgendwann kommt die bittere Erkenntnis, dass das Problem gar nicht im Projekt liegt, sondern in einem Nutzungsplan, der vor zwanzig Jahren verabschiedet wurde und damals zentrale Interessenkonflikte nie wirklich geklärt hat. Diest ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem. In meiner Dissertation zeigt sich, dass Zielkonflikte zwischen Lärmschutz
Miriam Lüdi
5. März
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